Mit Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 wurde das Verfahren der Pflegebegutachtung aus Gründen des Infektionsschutzes von der Vor-Ort-Begutachtung auf die regelhafte Durchführung eines strukturierten Telefoninterviews umgestellt. Das Ziel war, eine möglichst risikofreie, kontaktlose Begutachtung zu gewährleisten. Die rechtliche Basis bildete der § 147 SGB XI. Im Rahmen dessen kann die Begutachtung "ohne Untersuchung des Versichten in seinem Wohnbereich erfolgen, wenn dies zur Verhinderung des Risikos einer Ansteckung des Versicherten oder des Gutachters mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 zwingend erforderlich ist. Grundlage für die Begutachtung bilden bis zu diesem Zeitpunkt insbesondere die zum Versicherten zur Verfügung stehenden Unterlagen sowie die Angaben und Auskünfte, die beim Versicherten, seinen Angehörigen und sonstigen zur Auskunft fähigen Personen einzuholen sind". (vgl. §147 Absatz 1 Satz 1 und 2 SGB XI).

In diesem Video werden die Vorgehensweise und Erfahrungen mit der Befundgestützten Begutachtung erklärt.