"Als Ombudsperson ist es mir ein wichtiges Anliegen, Menschen in schwierigen Situationen eine unabhängige und vertrauensvolle Anlaufstelle zu bieten. Mein Ziel ist es, dazu beizutragen, Konflikte fair zu lösen und mögliche Missstände frühzeitig aufzuzeigen. Gerade in Zeiten weitreichender Veränderungen und Reformen im Gesundheits- und Pflegesystem sind Transparenz, Unabhängigkeit und Offenheit entscheidend, um das Vertrauen nachhaltig zu stärken", erklärt Peter Krase, ehemaliger Bevollmächtigter des Vorstandes der AOK Bayern und neu bestellte Ombudsperson des Medizinischen Dienstes Bayern.
Gesetzlich Versicherte können sich vertraulich an die Ombudsperson wenden, wenn sie Fragen oder Beschwerden im Zusammenhang mit der Tätigkeit des Medizinischen Dienstes haben. Die Ombudsperson darf dabei keine inhaltlichen Beurteilungen von Gutachterinnen und Gutachtern überprüfen. Eine Beschwerde an die Ombudsperson hat zudem keine rechtlichen Auswirkungen. Rechtsbehelfe müssen zusätzlich form- und fristgerecht bei der zuständigen Stelle eingereicht werden. Auch Mitarbeitende können vertraulich Kontakt zur Ombudsperson aufnehmen – insbesondere bei Hinweisen auf mögliche Unregelmäßigkeiten oder unzulässige Einflussnahme durch Dritte.
"Die Ombudsperson vermittelt bei Konfliktsituationen, legt Unregelmäßigkeiten offen und zeigt Verbesserungspotenziale auf. Sie berichtet jährlich und anonymisiert dem Verwaltungsrat sowie der zuständigen Aufsichtsbehörde. Dieser Bericht ist auch online auf der Seite des Medizinischen Dienstes Bayern einsehbar", erklärt Franz Peter Sichler, alternierender Verwaltungsratsvorsitzender des Medizinischen Dienstes Bayern.
"Der Medizinische Dienst Bayern steht für Transparenz, Integrität und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Die Ombudsperson stärkt Patientenrechte und die Rechte pflegebedürftiger Menschen, unterstützt unsere Mitarbeitenden und trägt dazu bei, das Vertrauen in unsere Arbeit weiter zu festigen. Ich bin überzeugt, dass Peter Krase diese zentrale Aufgabe mit seiner Erfahrung und seinem Wissensschatz erfolgreich ausführen wird", so Prof. Dr. Claudia Wöhler, Vorstandsvorsitzende des Medizinischen Dienstes Bayern.